Wann müssen die Weisheitszähne raus?
Weisheitszähne sind ein Graus. Sie wissen genau, dass kein Platz für sie da ist, und trotzdem geben sie ihr Bestes, sich diesen Platz einfach zu nehmen. Koste es, was es wolle. Zwar kann ein Teil der Bevölkerung gut mit ihnen leben, dieser beschränkt sich aber gerade einmal auf 10 Prozent. Andere bekommen genetisch bedingt erst gar keine Weisheitszähne. Der Rest aber sieht sich, meist im Teenageralter, einem zahnärztlichen Eingriff gegenüber.
Warum Weisheitszähne Probleme machen
Das liegt schlicht und einfach daran, dass sich der Mensch im Laufe der Evolution verändert hat. In der Steinzeit war im Kiefer noch genügend Platz für die Weisheitszähne. Heute ist der Kiefer kleiner und da haben die Weisheitszähne, die sich erst später dazugesellen, leider das Nachsehen. Glücklicherweise lässt sich schon früh feststellen, ob die Weisheitszähne bei einem Patienten problematisch werden könnten. So kann man früh reagieren und diese bereits im Teenageralter entfernen; das ist grundsätzlich unkomplizierter als bei Erwachsenen.
Abwarten oder entfernen lassen?
Allerdings kann man auch das Risiko eingehen und abwarten. Es gibt genügend Menschen, die einfach mit ihren Weisheitszähnen leben. Solange wie dies keine negativen Folgen für Ihren Kiefer bzw. Ihre Zahnstellung hat und sich keine Entzündungen bilden, müssen Weisheitszähne nicht zwingend entfernt werden. Doch je länger Sie warten, desto potenziell schwieriger wird auch der Eingriff. Denn dann sind die Wurzeln länger und wachsen unter Umständen bis an die Nerven heran.
Und nach dem Eingriff?
Nachblutungen, Blutergüsse, Taubheit der Lippe — das Entfernen von Weisheitszähnen läuft nicht immer ohne Komplikationen ab. Diese sind aber meistens überschaubar und klingen nach einziger Zeit ab. Sie sollten die entzündeten Stellen regelmäßig kühlen und auf Speisen verzichten, die nur unnötig reizen oder die Heilung verlangsamen (Alkohol, Säure, Milchprodukte, etc.).
Quelle: Apotheken-Umschau.de