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Kieferzysten, die unbemerkten Mitbewohner

Kieferzyste CT Wenn man an Zahnerkrankungen denkt, so bringt man diese häufig mit Schmerzen in Verbindung. Mit unangenehmen Schmerzen. Dass eine Erkrankung auch anders verlaufen kann, zeigen Kieferzysten. Sie werden von den meisten Patienten gar nicht erst bemerkt und fallen oftmals erst zufällig bei einer Röntgenaufnahme auf. Auch wenn sie meistens gutartig sind, so sollte man sie dennoch nicht auf die leichte Schulter nehmen. Schließlich können auch Kieferzysten bei entsprechender Größe starke Schmerzen verursachen und müssen unter Umständen operativ entfernt werden. Was genau Kieferzysten sind, woher sie kommen und wie Sie diese wieder loswerden, erfahren Sie in unserem heutigen Beitrag.

Die Kieferzyste

Kieferzysten sind nicht gerade selten. Sie gehören zu den häufigsten Erkrankungen im Mundraum. Betroffen von diesen Hohlräumen im Ober- oder Unterkiefer sind meistens Männer mittleren Alters, also zwischen 20 und 50 Jahren. Die Zysten sind von einer Art Kapsel aus Bindegewebe umgeben, die mit breiig-zähflüssigem Inhalt gefüllt ist. Gesellen sich Bakterien dazu, bildet sich sogar Eiter. Unterschieden werden mehrere Arten von Zysten, abhängig davon, wie bzw. woraus die Zyste entstanden ist.

Ursachen

Die Ursachen von Kieferzysten sind vielfältig. Sie könnten von einer Zahnwurzel herrühren, die beispielsweise entzündet ist oder auf Nervenbahnen drückt. Genauso können aber auch Verletzungen am Zahnfleisch ursächlich sein. Insgesamt lassen sich Zysten auf Entwicklungsstörungen oder Entzündungen im Mundraum zurückführen.

Diagnose

Zysten tauchen, wie gesagt, oft erst beim Röntgen auf und waren davor vollkommen unbemerkt, da sie meistens nicht schmerzen. Damit ist aber noch nicht eindeutig, um was für eine Zyste es sich handelt. Eine Computertomographie oder Ultraschalluntersuchungen können erste Hinweise liefern. Sicher lässt sich die Art der Zyste aber nur unter dem Mikroskop erkennen. Hierzu muss eine Gewebeprobe entnommen werden.

Behandlung

Kieferzyste OP Kieferzysten sind meistens gutartig. Dennoch sollten sie entfernt werden. Dies ist zum Beispiel möglich durch ein Einschneiden in die Zyste, so dass diese ausheilen kann, man spricht dann von einer so genannten Zystostomie. Alternativ kann diese auch unter lokaler Betäubung operativ entfernt werden. Dazu wird das Zahnfleisch durch den Arzt aufgeschnitten und aufgeklappt. Anschließend wird der Knochen eröffnet und die Zyste entfernt. Dieser operative Eingriff nennt sich Zystektomie.

Danach & Davor

Um die Gefahr eines Rezidives, also eines Wiederauftretens, abzumildern, sollten Patienten regelmäßig zur Nachkontrolle gehen.  Vorbeugende Maßnahmen gegen Kieferzysten gibt es kaum. Empfehlenswert ist wie immer, das Gebiss gesund zu halten und Entzündungen im Mundraum zu vermeiden. Hierzu ist eine gute Zahnpflege immanent wichtig. Wenn Sie nun noch regelmäßig bei Ihrem Zahnarzt vorbeischauen, sollte sich das Risiko einer Zyste in Grenzen halten. Jedenfalls sollten Sie bei Schmerzen oder einem Druckgefühl im Kiefer Ihren Zahnarzt aufsuchen. Erst dieser kann feststellen, ob die Schmerzen beispielsweise von Karies herrühren oder eine Zyste dafür verantwortlich ist. Ein Röntgenbild sollte dies schließlich klären können.

Ihren Zahnersatz sollten Sie unter Umständen nach einer Behandlung anpassen lassen. Nachdem die Zyste entfernt worden ist, könnte dieser möglicherweise nicht mehr optimal passen.

Quellen: Onmeda.de, Portal-der-Zahnmedizin.de, GesundeZaehne24.de

Wussten Sie schon?

Sie können sich Ihr Zahnlabor selbst aussuchen. Die Gesundheit Ihrer Zähne sollten Sie nur erfahrenen Zahntechnikern anvertrauen, denn selbst kleinste Ungenauigkeiten könne Ihre Gesundheit empfindlich beeinträchtigen. Erkundigen Sie sich bei Ihrem nächsten Zahnarztbesuch nach dem Zahnlabor, mit welchem Ihr Zahnarzt zusammenarbeit. Im Zweifel sollten Sie verlangen, ein anderes Labor bestimmen zu dürfen.

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Dieser Beitrag wurde am 14.12.2011 vom Team des Ascherslebener Dentallabors verfasst und in der Kategorie Krankheiten abgelegt.

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